Abschlussprüfung · AO 2025

Kaufmann/-frau für Büromanagement Prüfungsfragen mit Lösungen

Beispielaufgaben für die Abschlussprüfung als Kaufmann oder Kauffrau für Büromanagement — für Teil 1 (AP1), den schriftlichen Teil 2 „Kundenbeziehungsprozesse“ (AP2) und Wirtschafts- und Sozialkunde. Jede Beispielaufgabe hat eine aufklappbare Musterlösung. Alle Aufgaben sind prüfungsnah selbst erstellt und nach der Ausbildungsordnung 2025 sortiert.

  • 216 Aufgaben im Trainer
  • 54 davon schwer
  • 246 Karteikarten
  • 8 Prüfungs­simulationen

So ist die Abschlussprüfung aufgebaut

  • Teil 1 · Informationstechnisches Büromanagement120 Min · 25 %
  • Teil 2 · Kundenbeziehungsprozesse150 Min · 30 %
  • Teil 2 · Fachaufgabe in der Wahlqualifikation20 Min · 35 %
  • Teil 2 · Wirtschafts- und Sozialkunde60 Min · 10 %

Die Fachaufgabe in der Wahlqualifikation ist kein Fragebogen, sondern ein fallbezogenes Fachgespräch — die Prüfungsfragen unten betreffen die drei schriftlichen Bereiche. Wie das Fachgespräch abläuft: Fachaufgabe in der Wahlqualifikation; alles zum Aufbau in der Übersicht zur Abschlussprüfung.

Prüfungsfragen Teil 1: Informationstechnisches Büromanagement (AP1)

Teil 1 · „Informationstechnisches Büromanagement“ · 120 Minuten · 25 % der Endnote, im vierten Ausbildungshalbjahr. Im Trainer gehören 72 Aufgaben zu den Lernfeldern dieses Bereichs (LF 1, LF 2, LF 3, LF 4).

Aufbewahrungsfristen nach BEG IV zuordnen

Multiple Choice · Mittel · Lernfeld 2

Situation: Sie sortieren im Archiv der Kontorhaus Brandt GmbH Unterlagen aus. Seit dem Bürokratieentlastungsgesetz IV gelten für einen Teil der Unterlagen verkürzte Aufbewahrungsfristen.

Aufgabe: Welche Zuordnung von Unterlage und gesetzlicher Aufbewahrungsfrist ist zutreffend?

  1. Eingangsrechnung — 6 Jahre
  2. Kontoauszug der Bank (Buchungsbeleg) — 8 Jahre
  3. Inventar und Jahresabschluss — 8 Jahre
  4. Empfangener Geschäftsbrief (Anfrage eines Kunden) — 10 Jahre
  5. Ausgangsrechnung — 10 Jahre
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Richtig: B

Seit dem BEG IV (ab 01.01.2025) gilt: Buchungsbelege wie Eingangs- und Ausgangsrechnungen, Kontoauszüge und Quittungen 8 Jahre (§ 147 Abs. 3 AO, § 257 Abs. 4 HGB). Handelsbücher, Inventare, Eröffnungsbilanzen und Jahresabschlüsse bleiben bei 10 Jahren. Empfangene Handels- und Geschäftsbriefe sowie Kopien abgesandter Briefe sind 6 Jahre aufzubewahren. Die Frist beginnt jeweils mit dem Schluss des Kalenderjahres, in dem die Unterlage entstanden ist.

Tipp: Ordne jede Unterlage zuerst einer Gruppe zu: Handelsbuch/Abschluss, Buchungsbeleg oder Geschäftsbrief — für jede Gruppe gilt eine eigene Frist.

Bezugspreis für Kopierpapier kalkulieren

Rechnung · Mittel · Lernfeld 4

Situation: Die Papierhaus Lenz KG bietet der Kontorhaus Brandt GmbH 400 Pakete Kopierpapier A4 (je 500 Blatt) zu 4,20 € netto je Paket an. Konditionen: 15 % Rabatt, 3 % Skonto bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen, Fracht 48,00 € und Verpackung 12,00 € netto.

Aufgabe: Berechnen Sie den Bezugspreis der gesamten Lieferung und den Bezugspreis je Paket (auf zwei Nachkommastellen) bei Skontoausnutzung.

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Listeneinkaufspreis: 400 × 4,20 = 1.680,00 € − 15 % Rabatt 252,00 € = Zieleinkaufspreis 1.428,00 € − 3 % Skonto 42,84 € = Bareinkaufspreis 1.385,16 € + Bezugskosten (48,00 + 12,00) 60,00 € = Bezugspreis 1.445,16 € Je Paket: 1.445,16 ÷ 400 = 3,6129 ≈ 3,61 €

Tipp: Rabatt vor Skonto, Bezugskosten zum Schluss — sie sind weder rabatt- noch skontofähig.

Grenzen der Prokura im Tagesgeschäft erkennen

Multiple Choice · Leicht · Lernfeld 1

Situation: Jonas Reuter ist Prokurist der Kontorhaus Brandt GmbH (Einzelprokura, im Handelsregister eingetragen). Während des Urlaubs der Geschäftsführerin Dr. Ilka Brandt stehen mehrere Entscheidungen an.

Aufgabe: Welches Rechtsgeschäft darf Herr Reuter allein aufgrund seiner Prokura NICHT vornehmen?

  1. Einen Bankkredit über 80.000 € für die Lagererweiterung aufnehmen
  2. Eine neue Sachbearbeiterin für den Kundenservice einstellen
  3. Einen Rahmenvertrag mit der Sitzwerk Möbel AG abschließen
  4. Das Betriebsgrundstück in der Weserstraße verkaufen
  5. Einen Rechtsstreit gegen einen säumigen Kunden führen
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Richtig: D

Die Prokura ermächtigt zu allen gerichtlichen und außergerichtlichen Geschäften, die der Betrieb irgendeines Handelsgewerbes mit sich bringt (§ 49 Abs. 1 HGB) — also auch Kredite, Einstellungen, Verträge und Prozesse. Zur Veräußerung und Belastung von Grundstücken ist der Prokurist nach § 49 Abs. 2 HGB nur mit besonderer Befugnis berechtigt. Nicht erlaubt sind außerdem Geschäfte, die dem Inhaber bzw. der Geschäftsführung persönlich vorbehalten sind (z. B. Jahresabschluss unterschreiben, Prokura erteilen, Insolvenzantrag stellen).

Tipp: Prokura ist sehr weit — prüfe, für welche Geschäfte § 49 Abs. 2 HGB eine besondere Befugnis verlangt.

Weitere Prüfungsfragen in diesem Bereich

  • Vernichtungszeitpunkt archivierter Unterlagen bestimmenRechnung · Schwer
  • Quantitativer Angebotsvergleich dreier StuhllieferantenRechnung · Schwer
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  • Vollmachtsarten im Einkauf unterscheidenMultiple Choice · Mittel
  • Aufgaben nach dem Eisenhower-Prinzip einordnenMultiple Choice · Leicht
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  • Listenverkaufspreis per Vorwärtskalkulation ermittelnRechnung · Schwer
  • Leitungssystem mit Assistenzstelle im Organigramm erläuternOffen · Mittel

Aufbau, Tipps und weitere Aufgaben: AP1 Büromanagement üben.

Prüfungsfragen Teil 2: Kundenbeziehungsprozesse (AP2)

Teil 2 · „Kundenbeziehungsprozesse“ · 150 Minuten · 30 % der Endnote, am Ende der Ausbildung. Im Trainer gehören 88 Aufgaben zu den Lernfeldern dieses Bereichs (LF 3, LF 5, LF 6, LF 7, LF 8, LF 9, LF 10, LF 11, LF 12, LF 13).

Eintritt des Zahlungsverzugs bei kalendermäßigem Zahlungsziel

Multiple Choice · Mittel · Lernfeld 3

Situation: Die Kontorhaus Brandt GmbH hat der Hafenlogistik Nord GmbH am 17.08.2026 zwölf Schreibtische geliefert und berechnet. Im Kaufvertrag (Auftragsbestätigung) wurde als Zahlungsbedingung vereinbart: „Zahlbar ohne Abzug bis 15.09.2026.“ Die Rechnung wiederholt diese Bedingung. Bis heute ist kein Geld eingegangen.

Aufgabe: Ab wann befindet sich die Hafenlogistik Nord GmbH im Zahlungsverzug?

  1. Erst nach Zugang einer ersten Mahnung durch die Kontorhaus Brandt GmbH
  2. 30 Tage nach Zugang der Rechnung; der vereinbarte Termin ist dafür unerheblich
  3. Ab dem 17.08.2026, weil die Leistung mit Lieferung fällig wurde
  4. Erst nach Zustellung eines gerichtlichen Mahnbescheids
  5. Ab dem 16.09.2026, ohne dass es einer Mahnung bedarf
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Richtig: E

Ist für die Zahlung vertraglich ein Termin nach dem Kalender bestimmt („bis 15.09.2026“), kommt der Schuldner ohne Mahnung in Verzug, sobald er den Termin verstreicht (§ 286 Abs. 2 Nr. 1 BGB) — also ab dem 16.09.2026. Die 30-Tage-Regel (§ 286 Abs. 3 BGB) greift nur, wenn kein Termin vereinbart ist — ein Datum, das der Verkäufer nur einseitig auf die Rechnung schreibt, würde dafür nicht genügen. Eine Mahnung ist hier rechtlich nicht nötig, wird aber aus Gründen der Kundenpflege trotzdem häufig versendet.

Tipp: Prüfe, wie der Zahlungstermin bestimmt ist — § 286 Abs. 2 Nr. 1 BGB.

AIDA-Phasen in einem Kunden-Newsletter erkennen

Multiple Choice · Leicht · Lernfeld 5

Situation: Die Marketingabteilung der Kontorhaus Brandt GmbH baut einen Newsletter für Arztpraxen nach dem AIDA-Modell auf. Ein Absatz lautet: „Eine Praxis aus Oldenburg berichtet: Seit der Umstellung auf unsere ergonomischen Empfangstresen klagt das Team deutlich seltener über Rückenschmerzen — stellen Sie sich diesen Unterschied in Ihrer Praxis vor.“

Aufgabe: Welcher AIDA-Phase ist dieser Absatz zuzuordnen?

  1. Attention
  2. Interest
  3. Desire
  4. Action
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Richtig: C

Der Absatz weckt mit einem Erfahrungsbericht und einem konkreten Nutzenversprechen den Wunsch, das Produkt selbst zu besitzen — das ist die Phase Desire. Attention wäre z. B. die Betreffzeile, Interest die sachliche Produktinformation, Action die Handlungsaufforderung („Jetzt Beratungstermin buchen“).

Tipp: Welche Wirkung sollen Erfahrungsbericht und „Stellen Sie sich vor …“ beim Leser auslösen?

Buchungssatz beim Zielverkauf von Waren

Multiple Choice · Leicht · Lernfeld 6

Situation: Die Kontorhaus Brandt GmbH liefert dem Gymnasium am Wall Bürostühle auf Ziel. Ausgangsrechnung: Warenwert 12.000,00 € netto + 19 % USt 2.280,00 € = 14.280,00 €.

Aufgabe: Wie lautet der Buchungssatz?

  1. Aufwendungen für Waren 12.000,00 € und Vorsteuer 2.280,00 € an Verbindlichkeiten a. LL 14.280,00 €
  2. Umsatzerlöse für Waren 12.000,00 € und Umsatzsteuer 2.280,00 € an Forderungen a. LL 14.280,00 €
  3. Bank 14.280,00 € an Umsatzerlöse für Waren 14.280,00 €
  4. Forderungen a. LL 14.280,00 € an Umsatzerlöse für Waren 12.000,00 € und Vorsteuer 2.280,00 €
  5. Forderungen a. LL 14.280,00 € an Umsatzerlöse für Waren 12.000,00 € und Umsatzsteuer 2.280,00 €
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Richtig: E

Beim Zielverkauf entsteht eine Forderung (Aktivkonto, Soll). Im Haben stehen der Nettoerlös auf „Umsatzerlöse für Waren“ und die Umsatzsteuer als Verbindlichkeit gegenüber dem Finanzamt. Vorsteuer gehört zum Einkauf, nicht zum Verkauf; die Variante „Umsatzerlöse … an Forderungen“ ist der Stornobuchungssatz.

Tipp: Was entsteht beim Verkauf auf Ziel — und welche Steuer fällt beim Verkauf an, welche beim Einkauf?

Fixe und variable Kosten im Großhandel

Multiple Choice · Leicht · Lernfeld 10

Situation: Im Controlling der Kontorhaus Brandt GmbH werden die Kosten des Monats nach ihrem Verhalten bei Absatzschwankungen gegliedert.

Aufgabe: Welche Kostenart ist variabel?

  1. Miete für das Lagergebäude in Bremen
  2. Monatsgehalt der Geschäftsführerin
  3. Abschreibung der Regalanlage (linear)
  4. Leasingrate für die Telefonanlage
  5. Wareneinsatz der verkauften Bürostühle
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Richtig: E

Variable Kosten verändern sich mit der Absatzmenge — im Handel vor allem der Wareneinsatz (Einstandspreis der verkauften Ware), außerdem z. B. Ausgangsfrachten oder Provisionen. Miete, Gehälter, Leasingraten und lineare Abschreibung fallen unabhängig von der Menge an (fixe Kosten).

Tipp: Doppelt so viele Stühle verkauft — welche Kosten verdoppeln sich?

Reisekostenabrechnung einer dreitägigen Messereise

Rechnung · Schwer · Lernfeld 12

Situation: Vertriebsleiter Malte Jansen fährt mit seinem privaten Pkw von Bremen zu einer Fachmesse nach Köln (einfache Strecke 318 km). Abfahrt Montag, 05.10.2026, 07:00 Uhr, Rückkehr Mittwoch, 07.10.2026, 18:30 Uhr. Die Hotelrechnung über 2 Übernachtungen mit Frühstück (264,00 € gesamt) ist auf die Kontorhaus Brandt GmbH ausgestellt; Herr Jansen hat sie ausgelegt. Am Dienstagabend nimmt er an einem vom Arbeitgeber bezahlten Abendessen mit Kunden teil. Parkgebühren laut Beleg: 24,00 €. Es gelten die steuerlichen Pauschalen 2026.

Aufgabe: Berechnen Sie die Fahrtkosten, den Verpflegungsmehraufwand und den gesamten Erstattungsbetrag.

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Fahrtkosten: 2 × 318 km = 636 km × 0,30 €/km = 190,80 € Verpflegung (Mo Anreisetag 14 €, Di 24 Std. 28 €, Mi Abreisetag 14 €) = 56,00 € Kürzungen: Frühstück Di und Mi je 20 % von 28 € = 2 × 5,60 € = 11,20 €; Abendessen Di 40 % von 28 € = 11,20 € Verpflegungsmehraufwand: 56,00 − 22,40 = 33,60 € Übernachtung: 264,00 € (Hotelrechnung auf den Arbeitgeber, Frühstück gilt als gestellt) Parkgebühren: 24,00 € Gesamterstattung: 190,80 + 33,60 + 264,00 + 24,00 = 512,40 €

Tipp: An- und Abreisetag je 14 €, voller Tag 28 €. Jede gestellte Mahlzeit kürzt vom 28-€-Satz.

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  • Kern-, Unterstützungs- und ManagementprozesseMultiple Choice · Leicht

Aufbau, Tipps und weitere Aufgaben je Übungsblock: Kundenbeziehungsprozesse: Auftrag, Kunde und Personal · Kundenbeziehungsprozesse: kaufmännische Steuerung.

Prüfungsfragen Wirtschafts- und Sozialkunde (WiSo)

Teil 2 · „Wirtschafts- und Sozialkunde“ · 60 Minuten · 10 % der Endnote, am Ende der Ausbildung. Im Trainer gehören 56 Aufgaben zu den Lernfeldern dieses Bereichs (LF 1, LF 4, LF 8).

Duales System: Lernorte und ihre Rechtsgrundlagen

Multiple Choice · Leicht · Lernfeld 1

Situation: Mehmet Arslan hat seine Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement bei der Kontorhaus Brandt GmbH begonnen. An zwei Tagen pro Woche besucht er die Berufsschule in Bremen.

Aufgabe: Welche Aussage zum dualen System der Berufsausbildung trifft zu?

  1. Der Betrieb bildet nach der Ausbildungsordnung (BüroMKfAusbV) aus, die Berufsschule nach Rahmen- bzw. Landeslehrplan.
  2. Der Betrieb bildet nach dem Rahmenlehrplan der Kultusministerkonferenz aus, die Berufsschule nach der Ausbildungsordnung.
  3. Die IHK ist dritter Lernort und erteilt neben der Berufsschule den fachtheoretischen Unterricht für alle Azubis.
  4. Betrieb und Berufsschule werden gemeinsam von der Bundesagentur für Arbeit überwacht, die auch die Lehrpläne erlässt.
  5. Der Besuch der Berufsschule ist freiwillig, wenn der Betrieb selbst gleichwertigen Unterricht im Haus anbietet.
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Richtig: A

Dual heißt: zwei Lernorte mit zwei Regelwerken. Der Betrieb bildet nach der bundesweit geltenden Ausbildungsordnung mit Ausbildungsrahmenplan aus (für Büromanagement die BüroMKfAusbV 2025, erlassen auf Grundlage des BBiG). Die Berufsschule unterrichtet nach dem KMK-Rahmenlehrplan, den die Länder in eigene Lehrpläne umsetzen — Schulrecht ist Ländersache. Die IHK ist „zuständige Stelle“ (Beratung, Überwachung, Prüfung), aber kein Lernort. Berufsschulpflicht und Freistellungspflicht (§ 15 BBiG) bestehen unabhängig vom betrieblichen Unterricht.

Tipp: Wer erlässt die Ausbildungsordnung, wer den Lehrplan? Bund und Länder teilen sich die Zuständigkeit.

Vollmachtsarten im Einkauf unterscheiden

Multiple Choice · Mittel · Lernfeld 1

Situation: Petra Hollmann ist Sachbearbeiterin im Einkauf der Kontorhaus Brandt GmbH. Sie ist dauerhaft damit betraut, Verbrauchsmaterial (Kopierpapier, Toner, Ordner) bei den Stammlieferanten zu bestellen. Weitere Befugnisse hat sie nicht.

Aufgabe: Welche Vollmacht hat Frau Hollmann?

  1. Gesamtprokura
  2. Allgemeine Handlungsvollmacht
  3. Artvollmacht
  4. Einzelvollmacht
  5. Generalvollmacht
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Richtig: C

Die Artvollmacht (§ 54 HGB) berechtigt zu einer bestimmten Art regelmäßig wiederkehrender Geschäfte — hier Bestellungen von Verbrauchsmaterial. Die allgemeine Handlungsvollmacht umfasst alle gewöhnlichen Geschäfte des Betriebs, die Einzelvollmacht nur ein einzelnes Geschäft (z. B. einmalig ein Einschreiben abholen). Prokura muss ausdrücklich erteilt und ins Handelsregister eingetragen werden; eine Generalvollmacht geht noch über die Prokura hinaus.

Tipp: Unterscheide die Vollmachten nach ihrem Umfang: ein einzelnes Geschäft, eine bestimmte Geschäftsart oder alle gewöhnlichen Geschäfte.

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  • Probezeit im AusbildungsverhältnisMultiple Choice · Leicht
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  • Kündigungsschutzklage: Frist und GerichtMultiple Choice · Mittel

Mehr Aufgaben, Themen und Karteikarten zu WiSo: WiSo Prüfungsfragen mit Lösungen.

Prüfungsfragen nach Thema

Jedes Prüfungsthema hat eine eigene Seite mit den wichtigsten Begriffen aus dem Trainer, den Aufgabenstellungen, passenden Formeln und der Einordnung in Lernfeld und Prüfungsteil: Ausbildung und Betrieb, Rechtsformen, Büroorganisation, Textverarbeitung und DIN 5008, Tabellenkalkulation, Datenschutz und IT-Sicherheit, Auftragsbearbeitung, Beschaffung, Vertragsrecht, Marketing und Kundenbindung, Rechnungswesen, Kommunikation, Personalwirtschaft, Arbeitsrecht, Sozialversicherung, Zahlungsverkehr und Finanzierung, Kosten- und Leistungsrechnung, Geschäftsprozesse und Projektmanagement, Veranstaltungen und Geschäftsreisen und Wirtschaftspolitik.

Schwere Prüfungsfragen

54 der 216 Aufgaben im Trainer sind als schwer eingestuft. Typische Beispiele — Aufgabenstellungen ohne Lösung, die Lösungswege stehen im Trainer:

  • Arbeitgeberpflichten nach dem ArbeitsschutzgesetzMultiple Choice · AP1 · LF 1
  • Vernichtungszeitpunkt archivierter Unterlagen bestimmenRechnung · AP1 · LF 2
  • Terminkonflikte im Chefkalender lösenOffen · AP1 · LF 2
  • Formfehler in einem Geschäftsbrief korrigierenOffen · AP1 · LF 2
  • Rabattstaffel mit verschachtelter WENN-Funktion auswertenRechnung · AP1 · LF 2
  • Versandkostenregel mit WENN und Logikfunktion prüfenOffen · AP1 · LF 2
  • XVERWEIS mit Meldung bei fehlendem TrefferMultiple Choice · AP1 · LF 2
  • Datenpanne: Meldepflicht und FristMultiple Choice · AP1 · LF 2
  • Listenverkaufspreis per Vorwärtskalkulation ermittelnRechnung · AP1 · LF 3
  • Angebot aus einer Kundenanfrage kalkulierenRechnung · AP1 · LF 3
  • Höchstzulässigen Bezugspreis rückwärts kalkulierenRechnung · AP1 · LF 3
  • Verzugszinsen und Verzugspauschale im B2B berechnenRechnung · AP1 · LF 3

So übst du Prüfungsfragen sinnvoll

Erst verstehen, dann auf Zeit. Löse neue Aufgaben zuerst in Ruhe und vergleiche deinen Rechenweg mit der Musterlösung. Wenn die Wege sitzen, übe unter Prüfungsbedingungen: Teil 1 dauert 120 Minuten, der schriftliche Teil 2 150 Minuten.

Fehler gezielt wiederholen. Aufgaben, die du falsch hattest, gehören wieder auf den Plan — nicht die, die du schon kannst. Im Trainer sammelt das Fehlertraining sie automatisch.

Begriffe mit Karteikarten festigen. Viele Punkte hängen an Definitionen und Unterscheidungen (Prokura und Handlungsvollmacht, Rechtsformen, Aufbewahrungsfristen, DIN-5008-Regeln). Kurze tägliche Wiederholung hält sie im Gedächtnis — wie das im Trainer funktioniert, steht bei den Karteikarten für Kaufleute für Büromanagement.

Formeln nachschlagen statt raten. Die wichtigsten Rechenwege stehen in der Formelsammlung — mit Erklärung und Beispiel.

Häufige Fragen

Wo finde ich Prüfungsfragen für Kaufleute für Büromanagement?

Auf dieser Seite stehen Beispielaufgaben mit Lösung zu Teil 1, Teil 2 und WiSo. Bei Büromausi gibt es insgesamt 216 prüfungsnahe Aufgaben mit Musterlösung, 246 Karteikarten und 8 Prüfungssimulationen mit Zeitnahme, sortiert nach den 13 Lernfeldern der AO 2025.

Sind das originale IHK-Prüfungsfragen?

Nein. Original-Prüfungen der IHK sind urheberrechtlich geschützt; ältere Prüfungssätze verkauft der u-form Verlag. Die Aufgaben im Trainer sind selbst erstellt — prüfungsnah im Aufbau und in den Aufgabenformaten (Multiple Choice, Rechnung, offene Antwort) und nach den Inhalten der AO 2025 ausgerichtet.

Was wird in Teil 1 der Abschlussprüfung geprüft?

Teil 1 heißt „Informationstechnisches Büromanagement“. Er findet im vierten Ausbildungshalbjahr statt, dauert 120 Minuten und zählt 25 % der Endnote. Du bearbeitest einen ganzheitlichen Arbeitsauftrag computergestützt mit Textverarbeitung und Tabellenkalkulation (§ 9 BüroMKfAusbV). Inhaltlich geht es um den Stoff der ersten 15 Monate, im Trainer die Lernfelder 1 bis 4: Betrieb und eigene Rolle, Büroprozesse mit DIN 5008, Excel und Datenschutz, Aufträge sowie Beschaffung und Verträge.

Was wird in Teil 2 der Abschlussprüfung geprüft?

Teil 2 findet am Ende der Ausbildung statt. Der schriftliche Bereich „Kundenbeziehungsprozesse“ dauert 150 Minuten und zählt 30 %: Aufträge kundenorientiert abwickeln, personalbezogene Aufgaben und Instrumente der kaufmännischen Steuerung (§ 12). Dazu kommen die „Fachaufgabe in der Wahlqualifikation“ als fallbezogenes Fachgespräch (20 Minuten, 35 %) und Wirtschafts- und Sozialkunde (60 Minuten, 10 %).

Kann ich die Prüfungsfragen kostenlos üben?

Ja. Kostenlos und ohne Zahlungsdaten sind 5 Aufgaben mit Musterlösung, 10 Karteikarten und eine Probe-Simulation mit 8 Aufgaben freigeschaltet. Alle Aufgaben, Karteikarten und Simulationen gibt es im Prüfungs-Paket, im Ausbildungs-Paket oder im Monats-Abo.

Gibt es auch schwere Prüfungsfragen?

Ja. Jede Aufgabe im Trainer ist als leicht, mittel oder schwer eingestuft; 54 Aufgaben sind als schwer markiert, zum Beispiel: Arbeitgeberpflichten nach dem Arbeitsschutzgesetz; Vernichtungszeitpunkt archivierter Unterlagen bestimmen; Listenverkaufspreis per Vorwärtskalkulation ermitteln; Quantitativer Angebotsvergleich dreier Stuhllieferanten. Du kannst gezielt nach Schwierigkeit filtern.

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